Stunde der Kirchenmusik

19. Mai 2019, 19 Uhr

Mit dem Sanctus aus Schuberts geistlichem Werk Gesänge zur Feier des heiligen Opfers der Messe, eher bekannt als Deutsche Messe, eröffneten die Schüler der HSG mit Unterstützung des Orchesters nach dem Glockengeläut die Stunde der Kirchenmusik in der gut gefüllten Bartholomäuskirche in Oberboihingen.

Die Vorsitzende der Harmonika- und Spielgemeinschaft begrüßte die Zuhörer ganz herzlich und versprach, dass das Orchester der HSG unter der musikalischen Leitung von Heidrun Harer für die nächste Stunde ein abwechslungsreiches musikalisches Programm präsentieren wird.

Auf den sakralen Einstieg folgte mit Choral and Rock-out ein Stück des zeitgenössischen holländischen Komponisten Ted Huggens. Verschiedene Stilrichtungen aus Barock und Rockmusik werden hierbei zu einer mitreißenden Klangfülle verbunden. Am Schlagzeug begeisterte Reiner Sternberg mit einem rockigen Solo.

Der folgende stimmungsvolle Titel A Whiter Shade of Pale, ein Popsong aus den 60er Jahren mit Motiven von Bach-Kantaten, konnte das Publikum bezaubern.

Oblivion, ein Stück des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla ist ein sehr melancholisches Stück, das voller Emotionen steckt, bei dem aber trotz aller Melancholie immer wieder zarte Töne von Hoffnung, Glück und Freude zu hören sind. Elke Steinhauser hat diese Emotionen gefühlvoll auf dem Akkordeon umgesetzt.

Das ruhige Stück Pavane von Gabriel Fauré wurde durch die warme melodieführende Saxophonstimme der Gastmusikerin Tanja Sänger klangfarblich aufgewertet. Mit Tears in Heaven, einer Ballade von Eric Clapton, überzeugte Tanja Sänger als virtuose Solistin am Saxophon. Das Publikum bedankte sich mit anhaltendem Applaus.

Weiter ging es im Programm mit dem bekannten Stück You raise me up, einer schönen symphonischen Ballade. Dieses Lied über die Liebe berührte die Herzen vieler Menschen. Auch unser Publikum lauschte andächtig.

Irisch keltische Musik ist voller Energie, die die Zuhörer sofort in ihren Bann zieht. Den Zuhörern gelang es kaum bei den flotten Stepprhythmen des Lord of the Dance die Füße still zu halten.

Mit dem Phantom der Oper schuf Andrew Lloyd Webber ein Meisterwerk, das mit seiner traumhaften Musik zu einem der berühmtesten Musical der Welt wurde. Den Akkordeonisten der HSG gelang es hervorragend, die Dramaturgie des Phantomthemas musikalisch umzusetzen.

„Halleluja, Lied der Welt, das die Wege des Lebens erhellt. Halleluja, so klingt und so singt es in unseren Herzen mit, Halleluja.“ Schon nach wenigen Takten konnten viele das Lied mitsingen oder mitsummen, denn noch heute ist Halleluja, der Siegertitel des Eurovision Song Contest von 1979 ein absoluter Ohrwurm. Für ein Kirchenkonzert der HSG hat der damalige, von allen sehr geschätzte Dirigent Günther Nakonzer, diesen Titel für sein Akkordeonorchester, die HSG, arrangiert und damals, genauso wie heute, war das Publikum restlos begeistert.

Bevor das Orchester mit Amen von Pavel Stanek einen feierlichen Schlusspunkt setzte, bedankte sich Karin Steinhauser bei allen, die zum Gelingen dieses Konzerts beigetragen haben: Der evangelischen Kirchengemeinde für die Überlassung der Kirche. Bei Ferdinand Kübler, dem Verantwortlichen der Stunde der Kirchenmusik für die Organisation und bei den Orchesterspielern für die aufwendige und fleißige Probenarbeit. Ihr Dank ging auch an unsere Freunde des Göppinger Akkordeonorchesters, seit zwei Jahren unterstützen sich die Orchester gegenseitig bei Auftritten. Ein herzlicher Dank ging auch an die Solisten Tanja Sänger, Elke Steinhauser und Reiner Sternberg, die mit ihren Beiträgen das Konzert musikalisch abgerundet haben. Heidrun Harer gilt ein besonderer Dank, ohne ihre unermüdliche Probenarbeit wäre das Konzert so nicht möglich gewesen.

Nach dem andächtigen, feierlichen und ergreifenden Amen, gab es langanhaltenden Applaus vom Publikum. Der Wunsch nach einer Zugabe wurde gern erfüllt und Dirigentin Heidrun Harer lud das Publikum ein, bei den Zwei Abendliedern mitzusingen. Das Publikum fand Gefallen am Dargebotenen und legte mit Klatschen und Rufen den Grundstein für eine weitere Zugabe. Heidrun Harer entschied sich für Halleluja als zweite Zugabe. Ihr dynamisches Dirigat übertrug sich auf die Musiker, deren Spielfreude an Günther Nakonzers schwungvollem Halleluja-Arrangement zu sehen und zu hören war. Das Publikum ließ sich ebenfalls mitreißen und sang und klatschte freudig mit.

Nach einem begeisterten Applaus verabschiedete Karin Steinhauser die Anwesenden und bedankte sich herzlich dafür, dass trotz des Unwetters so viele den Weg in die Bartholomäuskirche gefunden hatten.


Schlossplatzkonzert, Göppingen

19. Mai 2019, 11 Uhr

Der Wettergott hatte ein Einsehen mit dem Göppinger Akkordeonorchester. So konnte trotz der etwas kühlen, aber zum Glück trockenen Witterung das alljährliche Konzert auf dem Schlossplatz stattfinden.

Das Göppinger Akkordeonorchester begrüßte unter der Leitung von Heidrun Harer und mit Unterstützung von Spielern der Harmonika- und Spielgemeinschaft Oberboihingen, die anwesenden Gäste mit der großartigen Ouvertüre aus Phantom der Oper von Andrew Lloyd Webber. Es folgten die stimmungsvollen Titel A Whiter Shade of Pale und You raise me up.

Nach diesem konzertanten ersten Teil ging es weiter mit der schwungvollen Polka Auf der Autobahn von Slavko Avsenik, dem Schmetterlings-Fox und dem Stück A swinging Safari von Bert Kaempfert. Mit dem mexikanischen Liebeslied Besame mucho begab sich das Orchester dann in südamerikanische Gefilde.

Ich war noch niemals in New York, mit diesem Titel des unvergessenen Udo Jürgens verabschiedeten sich die Musiker von ihren Zuhörern. Nach einem kräftigen Beifall der Zuhörer auf dem Schlossplatz erschallten plötzlich Rufe: „Wunderbar. Vielen Dank für die schöne Musik!“. Ein Anwohner am Schlossplatz hatte die Fenster geöffnet und sich sichtlich über das Konzert am Sonntagvormittag gefreut.

Nach der Zugabe California Dreamin‘, kam sogar noch die Sonne zum Vorschein. So konnten sich die Orchesterspieler nach dem Auftritt bei mittlerweile angenehmen Temperaturen in einem Biergarten stärken bevor sie zurück nach Oberboihingen fuhren, um dort am Abend noch ein Konzert in der Kirche zu geben.


Begleitung des Gottesdienstes in der Bartholomäus-Kirche

03. Februar 2019

Unter der Leitung von Heidrun Harer haben am vergangenen Sonntag die Musiker der HSG mit den Spielfreunden aus Göppingen den Gottesdienst in der evangelischen Kirche von Oberboihingen musikalisch begleitet.

Vikar Elwert betonte in der Predigt, dass er in der Bibel keine Zeile fand, in welcher Akkordeons zum Lobe Gottes erwähnt seien und in gleichem Maße trifft dieses auch für die Orgel zu. In der Kirche entfalten beide Instrumente, wie viele andere auch, einen eigenen Klang und allen Gottesdienstbesuchern wie auch uns hat es viel Freude bereitet.


Jahreshauptversammlung

26. Januar 2019

Im Vereinsraum in der Alten Schule fand am Samstag, den 26. Januar 2019 die Hauptversammlung der Harmonika- und Spielgemeinschaft (HSG) für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 statt.

 

Nach der musikalischen Eröffnung mit Akkordeonmusik durch Jenny Gneiting und Heidrun Harer begrüßte die 1. Vorsitzende Karin Steinhauser die leider nur in mäßiger Anzahl erschienenen Versammlungsgäste recht herzlich. Insbesondere durfte sie unseren Ehrenvorsitzenden Adolf Roth und Herrn Bürgermeister Hooge willkommen heißen. Unter den insgesamt 19 Besuchern waren 16 stimmberechtigte Mitglieder anwesend.

Musikalische Eröffnung der Hauptversammlung durch Heidrun Harer und Jennifer Gneiting.
Musikalische Eröffnung der Hauptversammlung durch Heidrun Harer und Jennifer Gneiting.

In den darauf folgenden Berichten der Funktionäre verlas der Schriftführer Karl Steinhauser das Protokoll zur letztjährigen Hauptversammlung mit den damals wesentlichen Punkten. Danach informierte Karin Steinhauser im Auftrag des erkrankten Kassiers Ralf Griesinger über die in 2018 entstandenen Einnahmen und Ausgaben des Vereins. Unter Berücksichtung von noch offenen Zahlungseingängen für das Jahr 2018 aus dem Förderprogramm Singen-Bewegen-Sprechen (SBS) des Landes Baden-Württemberg konnte ein praktisch unveränderter Kassenstand vermeldet werde. Mit dem Dank an die Gemeinde für gewährte Förderbeiträge und an Gönner und Mitglieder für erhaltene Spenden beschloss sie den Kassenbericht.

 

Im Anschluss gab Karin Steinhauser einen Überblick zu den im vergangenen Geschäftsjahr durchgeführten organisatorischen und musikalischen Aktivitäten. Insbesondere führte sie hier die nach vielen Diskussionen und internen Beratungen getroffene Entscheidung zum Austritt aus der Dorffestgemeinschaft an, welche im Wesentlichen dem stark geschwundenen Helferpotential geschuldet war.

 

Auf der musikalischen „Ebene“ hatten die Spieler der HSG im Verbund mit Akkordeonisten aus Göppingen insgesamt 7 Auftritte. So spielten sie zum Beispiel beim Muttertagskonzert im Göppinger Schlosshof, nahmen mit flotter Marschmusik beim Umzug zum Göppinger Maientag teil oder musizierten zum Kurkonzert in Bad Boll. In der Oberboihinger Gemeindehalle veranstalteten sie den Kaffeeklatsch mit Tanz und wirkten beim Oberboihinger Weihnachtsmarkt mit.

 

Einzelne Spieler der HSG haben zudem beim Akkordeon Bezirksorchester Staufen, bei kirchlichen Veranstaltungen und Veranstaltungen anderer Vereine mitgewirkt.

 

Die 1. Vorsitzende richtete ihren herzlichsten Dank an die Ausschussmitglieder, Orchesterspieler, Vereinsmitglieder und Familienangehörigen, welche bei der arbeitsintensiven Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen tatkräftig mitgeholfen haben. Insbesondere bedankte sie sich auch bei Eva Sterr für die Organisation der 80er-Jubilarenständchen bei Karl Geyer und Adolf Roth sowie den durchgeführten Besuchen bei weiteren HSG-Jubilaren.

 

Die HSG hat derzeit 96 Mitglieder und es sind aktuell 5 Schüler am Akkordeon, 3 an der Melodica und 2 am Schlagzeug in Ausbildung. Über die Aktivitäten von Heidrun Harer bei SBS (Singen-Bewegen-Sprechen) und die durchgeführte musikalische Früherziehung erhoffen wir uns mittelfristig eine Spielerverstärkung in der Jugend und langfristig auch im Orchester.

 

Nach der Entlastung des Vorstandes und des Ausschusses durfte Karin Steinhauser die Vereinsmitglieder Werner Anderson und Ralf Griesinger für 20-jähriges Ehrenamt, Reiner Sternberg für 40 Jahre Orchesterspiel und Rita Horst für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft ehren.

 

Daraufhin wurde das geplante Jahresprogramm für 2019 vorgestellt und es erfolgten die Wahlen des HSG-Vorstandes und Ausschusses.

 

Ohne personelle Änderungen wird dieser wie folgt gebildet:

1. Vorsitzende:

Karin Steinhauser 

wiedergewählt

Kassier:

Ralf Griesinger

noch amtierend

Schriftführer:

Karl Steinhauser

wiedergewählt

Notenwart:

Elke Steinhauser

noch amtierend

Beisitzer:

Elke Spohn

wiedergewählt

Beisitzer:

Eva Sterr

wiedergewählt

Beisitzer:

Andrea Strayle-Weiß

wiedergewählt

Beisitzer:

Richard Weiß

noch amtierend

Kassenrevisor:

Werner Anderson

noch amtierend

Kassenrevisor:

Adolf Roth

wiedergewählt

Die Ämter des 2. Vorsitzenden, des Jugendleiters wie auch der Elternvertretung konnten nicht besetzt werden.

 

Ein Beschluss zur Anpassung der Mitgliedsbeiträge wurde nicht gefasst.

Da keine weiteren Anträge zur Diskussion und Abstimmung eingegangen sind, beschloss Karin Steinhauser die Hauptversammlung mit dem Dank an die Versammlungsteilnehmer für ihr Kommen gegen 19:30 Uhr. (Fotos: St)